Die Geschichte des Tanzes
															(©Mag. Helmut Strauß) (Bildquelle: (©Mag. Helmut Strauß))
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Die Geschichte des Tanzes
(©Mag. Helmut Strauß)

Von Terpsichore bis zu Discofox

Tanzen ist nicht nur im deutschsprachigen Raum in der jüngsten Vergangenheit längst zu einem Medienphänomen geworden. Nur den Wenigsten dürfte bekannt sein, dass es die ältesten Tanzformen bereits vor mindestens 5000 Jahren gab. 


Tanzen ist nicht nur im deutschsprachigen Raum in der jüngsten Vergangenheit längst zu einem Medienphänomen geworden. Nur den Wenigsten dürfte bekannt sein, dass es die ältesten Tanzformen bereits vor mindestens 5000 Jahren gab. Unser Redakteur, Mag. Helmut Strauss, begab sich auf Spurensuche.

Weder Privatfernsehen noch öffentlich rechtliche Sender können auf diese Shows verzichten: Mit einer gewissen Regelmäßigkeit darf das Fernsehpublikum daran teilhaben, wie mehr oder vor allem weniger Prominente gemeinsam mit Profi s über das Parkett schweben und nach einigen Monaten ein Gewinner gekürt wird. Tanzschulen und Tanzworkshops feiern eine beachtliche Renaissance, im Internet und in den sozialen Netzwerken wird fieberhaft nach potentiellen Tanzpartnern gesucht.
Tanzen war bereits in der Neuzeit, vor allem in den höheren Gesellschaftsschichten, verbreitet und im 19. Jahrhundert feierte in Wien der Walzer vor allem Dank der Strauß-Dynastie einen ersten Hype.

Indische Höhlenmalereien – älteste Dokumentationen zum Tanz

Doch ritualisiertes Tanzen als Ausdruck von Zusammengehörigkeit und Emotionen blickt bereits auf eine mehrere Jahrtausende alte Tradition zurück. Die ältesten erhaltenen Dokumentationen sind indische Höhlenmalereien, die zwischen 5000 und 2000 v. Chr. entstanden. Eine Malerei in den Höhlen von Bhimbetka zeigt beispielsweise eine Reihentanzformation. Ebenfalls aus Indien stammt mit dem „Natya shastra" die älteste erhaltene Quelle zum Thema Tanz, die die Besonderheit darstellender, künstlerischer Verfahren beschreibt und wahrscheinlich nur wenige Jahrhunderte nach Christus geschrieben wurde. Aber auch im alten Ägypten gab es rituelle Tänze, die unter anderem Tod und Wiedergeburt des Gottes Osiris darstellten und technisch so anspruchsvoll waren, dass sie nur von professionellen Tänzern ausgeführt werden konnten.

Homer berichtet von Kreistänzen

Im antiken Griechenland war die Chorea verbreitet: ein vorzugsweise kultischer Tanz mehrerer Personen zu Gesang. Homer berichtet in seiner Ilias von heiteren Kreistänzen junger Männer, die allein oder gemeinsam mit den Frauen zu Hochzeiten, zur Weinlese oder einfach aus jugendlichem Lebensüberschwang getanzt wurden. Terpsichore (griechisch die „Reigenfrohe" bzw. die „Tanzfreudige") ist in der griechischen Mythologie eine der neun Musen, die allesamt Töchter des Zeus und der Mnemosyne sind. Sie ist die Muse der Chorlyrik und des Tanzes und hat ihren Namen nach Ansicht mancher antiker Schriftsteller daher, dass sie ihre Liebhaber mit den Verführungen vergnügte, die von der Gelehrsamkeit herkommen. Sie soll, so die griechische Mythologie, zuerst das Tanzen und später die Wissenschaften erfunden haben.
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Mag. Helmut Strauß

Den vollständigen Artikel können Sie in Ausgabe Nr. 4 des Ja Magazins lesen.






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