Globalisierung, quo vadis?
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Globalisierung, quo vadis?
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Globalisierung, quo vadis? Teil 2

„Wo sind die Grenzen für Liberalismus und Globalisierung und wann kommt die Nachhaltigkeit ins Spiel?"

Im ersten Teil des Artikels „Globalisierung, quo vadis?" (im Ja-Magazin Nr. 4) wurde über die Anfänge der modernen Globalisierung gesprochen und erläutert, welche Auswirkungen diese auf Nationalität, Solidarität, unsere Politik und Wirtschaft hat.
Die zentralen Fragen daraus heißen: „Wo sind die Grenzen für Liberalismus und Globalisierung und wann kommt die Nachhaltigkeit ins Spiel?"

Die Globalisierung hat es geschafft in den letzten Jahrzehnten ein riesiges Warenangebot zu kreieren, das zu extremer Entwicklung unseres Konsums führte. Das heißt, dass wir unseren Planeten - heute mehr denn je zuvor - ausbeuten, was in den Ressourcen unseres Planeten eigentlich seine Grenzen finden sollte. Tut es aber nicht. Wir produzieren und schöpfen Ressourcen völlig unabhängig davon, wie viel uns wirklich zur Verfügung steht.

Die einfache, aber bittere Wahrheit ist, dass globaler Liberalismus - wie er heute existiert - keinesfalls nachhaltig sein kann. Solange allein die Oberschicht der Weltbevölkerung die Ressourcen von 10 Planeten verbraucht und das 20-fache des für die Erde verträglichen CO₂ Gehaltes ausstößt, hat Liberalismus und somit unser gesamtes Wirtschaftssystem keine Zukunft.

Das Paradoxon von wirtschaftlichem Aufschwung

Durch die Macht von transnationalen Unternehmen und durch unseren wirtschaftlichen Aufschwung tritt ein gewisses Paradoxon auf, denn obwohl wir einerseits im sozialen Bereich global vernetzt sind, hat andererseits transnationale Wirtschafts- Solidarität noch keinerlei Anklang oder überhaupt Diskussionsraum gefunden. Einerseits bauen wir unser Wirtschaftssystem auf Freiheit und Liberalismus auf, während wir andererseits die Freiheit vieler Menschen durch unseren Verbrauch massiv einschränken und sogar ihr physisches Überleben gefährden. Denken wir an die Menschen in den ehemaligen Kolonien in Afrika und Südamerika oder in den aufgrund von politischer Instabilität wirtschaftlich schwachen Nationen in Asien: Sind diese Menschen frei? Sind sie frei, solange ihre Mittelschicht für wenige Cent am Tag unsere Kleider einfärben, unser Obst von Bäumen pflücken und unsere Computer zusammenbauen muss?

Ich denke, es ist an der Zeit, einem zwischenstaatlichen Zusammenschluss entgegenzugehen, die politische Macht wieder dem Volk zu geben und damit den staatlich-politischen Macht- und Gestaltungsanspruch zu erneuern und globale Konzerne und vor allem auch uns selbst mit Regeln, Gesetzen und Sanktionen wieder an die Begrenztheit unserer Ressourcen und unseres Planeten zu erinnern. Es ist wichtig, dass Nationalstaaten beginnen, sich abzusprechen und zu vernetzen, um transnationale Unternehmen in ihre Schranken weisen zu können und nicht länger von diesen gegeneinander ausgespielt zu werden.
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Manuel Zorn

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der 5. Ausgabe des Ja-Magazins.



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